Einstreu

 

 

In einer Untersuchung der Justus-Liebig-Universität in Gießen wurden 12 Einstreusorten aus dem Zoohandel, Sand und eine in Deutschland nicht erhältliche Papierröllchenstreu von mongolischen Rennmäusen getestet. Besonders gut schnitten dabei die japanische Papierröllchenstreu und Überstreus ab. Rennmäuse scheinen sich also in Streu, die zum benagen einläd besonders wohl zu fühlen, denn sie bietet eine Beschäftigungsmöglichkeit. Nachzulesen in Rodentia Nr.4 November/Dezember 2001
Ich verwende in meinen Hamster- und Rennmauskäfigen deshalb herkömmliche Kleintierstreu aus Hobelspänen. Darueber gebe ich eine Überstreu zum Benagen und als Abwechslung. Ausserdem biete ich meinen Tieren Heu, Stroh und Papier als Nistmaterial an.
Auch ein Sandbad zur Fellplfege und zum buddeln ist sehr wichtig.
 

Kleintierstreu

Kleintierstreu wird zum Großteil aus heimischen Fichten hergestellt und hitzebehandelt. Sie sagt die Nässe sehr gut auf und es bildet sich kein störender Uringeruch. Vor allem Rennmäuse graben gern darin und bauen bei einer mindestens 15 cm hohen Schicht wunderschöne Gangsysteme.

 
Sand

Auch wenn Sand im Test als Einstreu am schlechtesten abgeschnitten hat, brauchen Rennmäuse und Zwerghamster Sand für ihre Fellpflege und zum regulieren ihres Wärmehaushaltes. Man sollte ihnen deshalb unbedingt in einem breiten Gefäß Sand zur Verfügung stellen.
Oft verwenden die Tiere den Sand als Vorratslager oder als Toilette. Seht es positiv, so braucht ihr nur das Sandbad reinigen und der komplette Käfig bleibt frisch und die Streu muss nur selten gewechselt werden.

 
Erde

Von Erde aus ständige Einstreu rate ich euch ab - sowohl für Zwergamster als auch für Rennmäuse. Es macht viel Arbeit sie zu trocknen, bindet Urin und Geruch nicht gut und staubt, wenn die Tiere darin graben. Ausserdem können die Nager sie nicht beknabbern.
Ihr könnt als Beschäftigungsmöglichkeit aber gelegentlich Erde in einer großen Schüssel anbieten. Manche Rennmäuse graben darin sehr gern, für Hamster ist das nicht nötig.
Normale Blumenerde dürft ihr nicht verwenden, denn ihr wird Dünger untergemischt. Eine Möglichkeit wäre Torf oder Nullerde zu nehmen. Beide tragen aber dazu bei, dass unsere Moore unwiderbringlich zwerstört werden, das ist ein kurzes Grabevergnügen unserer Haustier nicht wert.
Eine Alternative zu Torf und Nullerde ist Reptilientorf. Es gibt ihn unter verschiedenen Namen in Zoohandlungen, Drogerien und Dritte-Welt-Läden zu kaufen. Das ist ein Ziegel der aus Kokosnüssen hergestellt wird. Legt man ihn in Wasser quillt er auf und ergibt etwa einen Eimer Substrat mit den Eigenschaften von Torf. Kokos ist umweltfreundlich da nachwachsend und ungiftig da ohne Dünger und ohne Chemikalien. Es dauert aber mehrere Tage, um ihn zu trocknen.
Erde und Lehm aus dem Garten kann Krankheiten enthalten, die wir damit in den Käfig einschleppen können. Falls ihr die im Buddelkasten verwenden wollt, solltet ihr sie vorher im Backofen gut durchbacken und damit trocknen und desinfizieren.

 
Katzenstreu

Bitte verwendet keine klumpende Katzenstreu! Oft probieren die Nager eine neue Streu zu fressen und diese verschliesst Magen und Darm mit grossen Klumpen, die zum Tod führen können.
Falls eure Zwerghamster eine Hamstertoilette benutzen, könnt ihr diese mit einer nichtklumpenden Ökokatzenstreu füllen. Für Rennmäuse sind diese Toiletten ungeeignet, da aus Plastik. Sie nutzen fuers "kleine Geschäft" meistens ohnehin ihr Sandbad.

   
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