Keimfutter / Keimsaaten

 

Der Vorteil:

Frische Keimlinge sind wahre Vitaminbomben, denn der Vitamingehalt erhöht sich beim Keimen beträchtlich. Keimlinge liefern besonders viel Vitamin C, A, E und B-Vitamine. Außerdem nimmt der Fettgehalt ab und Keimfutter ist besonders leicht verdaulich.

 

So stellt man Keimfutter her:

Zuerst werden die Samen in klarem Wasser eingeweicht. Die Einweichzeit hängt von der Art der Samen ab und beträgt 4 bis 12 Stunden. Als Faustregel kann man sagen, je kleiner die Körner desto kürzer die Quellzeit.

Danach spült man sie gut mit frischem Wasser durch, schüttet das Wasser ab und stellt das Gefäß für einige Tage an einen hellen Ort. Die Samen dürfen in der Zeit nicht zu feucht sein, aber auch nicht zu trocken. Man sollte sie mindestens 2 mal am Tag gut durchspülen, damit die Samen niemals austrocknen und damit sich keine Schimmelpilze bilden können.

Nach 2 bis 4 Tagen zeigen sich die Keime. Sie sollten dann möglichst schnell verfüttert werden oder man kann sie auch bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

 

Tipps:

Als Keimfutter eignen sich nur ungeschälte Samen. Ihr solltet entweder spezielle Saaten im Reformhaus kaufen oder Keimfutter für Vögel verwenden. Normales Futter keimt zwar auch aus, es befinden sich darin aber auch viele Sachen, die nicht keimen und vor sich hingären oder schimmeln , wie z.B. geschältes Getreide, Jodkügelchen, Trockengemüse usw. Der gesunde Effekt wäre damit szerstört und das Keimfutter kann mehr Schaden anrichten als Nutzen. Ob das fertige Keimfutter gut ist könnt ihr riechen. Es muss frisch und appetitlich riechen, nicht schimmlig oder modrig.

Die ideale Keimtemperatur beträgt 18-21°. Wichtig ist, dass die Samen im Hellen stehen, aber nicht in der Sonne. Nur so kann das darin enthaltene Nitrat abgebaut werden.

 

Einweichzeiten und Keimdauer von als Keimfutter verwendbaren Saaten:

  Einweichzeit Keimdauer

Getreide:

Gerste, Hafer, Weizen, Roggen, Hirse, Amaranth, Quinoa und Buchweizen

12 Stunden 3-4 Tage

Öl- und anderen Saaten:

Sonnenblumenkerne, Bockshornklee, Leinsamen, Kresse, Radieschen, Sesam, Salbei

8 - 10 Stunden 2-4 Tage
Kürbiskerne 8 Stunden 1 Tag

Hülsenfrüchte:

Erbsen, Kichererbsen, Mung- und Sojabohnen, Alfalfa

12 Stunden mindestens 7 Tage keimen lassen, da sie erst nach dieser Zeit keine Blaehungen mehr verursachen
 
Keimgefäß
Keimgefäß
 

Keimgefäß:

Am besten gelingen Keimlinge in Keimgefäßen, die auf einer Halterung schräg zu stellen sind, so kann das überschüssige Wasser gut ablaufen es bildet sich kein Schimmel. Außerdem liegen die Saaten durch das „auf den Kopf stellen“ nach dem Durchspülen schön locker und keimen durch die bessere Luftzufuhr leichter. Man kann diese Gefäße im Reformhaus für etwa 4 EUR kaufen. Sie haben dazu den Vorteil, dass sie spülmaschinenfest sind, denn absolute Sauberkeit ist bei der Herstellung von Keimfutter sehr wichtig.

 
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