Nachwuchs

Quastenschwanzrennmausweibchen mit ihrem Nachwuchs
 

Verpaarung

Wichtigste Voraussetzung ist, dass beide Elterntiere gesund und möglichst friedlich sind. Auch ihr Stammbaum sollte über mehrere Generationen frei von Erbkrankheiten und die beiden Partner möglichst blutfremd sein. Das heißt, man sollte niemals Tiere aus einer Zoohandlung vermehren, da man zum einen nichts über deren Abstammung weiß und sie zum anderen fast immer Geschwister aus einem Wurf sind.

Das Weibchen sollte optimal 4-6 Monate alt sein, wenn es den ersten Nachwuchs bekommt; jedoch höchstens 1 Jahr alt, da es dann durch verhärtete Beckenknochen zu Komplikationen während der Geburt kommen kann und ältere Weibchen ihre Jungen oft schlecht aufziehen.

 

Trächtigkeit

Das Männchen schnüffelt am Hinterteil des Weibchens. Ist dieses paarungsbreit, reckt es ihm das Hinterteil entgegen. Das Männchen deckt das Weibchen in einem kurzen Akt des Aufreitens. Anschließend putzen sich beide. Dieses Verhalten kann man über mehrere Stunden immer wieder beobachten.

Ob die Befruchtung geklappt hat, bekommt man meist erst kurz vor der Geburt mit. Trotzdem sollte man den Tieren so viel Futter anbieten, wie sie wollen, und etwas mehr tierische Nahrung zufüttern, da das Weibchen einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien hat. Kurz vor der Niederkunft wird es dicker und sein Körper sieht von oben birnenförmig aus.

Die Tragzeit von mongolischen Rennmäusen beträgt 23-26 Tage, bei Zwerghamstern 19 bis 22 Tage.

 

Die Geburt

Kurz vor der Geburt beschäftigt sich die werdende Mutter intensiv mit dem Nestbau. Die Jungen erblicken meist nachts oder in den frühen Morgenstunden das Licht der Welt und man registriert sie erst am Morgen durch das Piepsen, was aus dem Nest kommt.

Hamster und Rennmäuse sind gute Mütter. Sie kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs und brauchen im Grunde keine Hilfe durch uns Menschen.

Die Hamster- oder Rennmausmutter reagiert empfindlich auf Stress. Ihr könnt vorsichtig ins Nest schauen. Entfernt eventuelle Totgeburten und schaut, ob bei den Babys die Milchbäuche weiß durchschimmern, sie also gut versorgt werden. Berührt die Kleinen jedoch nicht und nehmt sie in den ersten Tagen noch nicht aus dem Nest heraus.

 

Entwicklung der Jungtiere

Mongolische Rennmäuse [Fototagebuch]

Quastenschwanzrennmäuse [Fototagebuch]

 

Zuchtpausen

Geburt und Säugezeit stellen eine sehr hohe Belastung für das Muttertier dar.

Das Weibchen wird meist gleich nach der Geburt wieder gedeckt. Dies muss im Hinblick auf die Gesundheit der Tiere verhindern.

Wenn die Maus (bzw. der Hamster) sofort nach der Geburt wieder gedeckt wird, hat sie die Belastung von Trächtigkeit und Säugen gleichzeitig. Außerdem hat sie nur eine kurze Tragzeit und damit wenig Zeit, den ersten Wurf im Sozialverhalten zu schulen. Eventuell wird die Milch für den darauffolgenden Wurf knapp.

Der Muttermaus bzw. dem Mutterhamster muss deshalb eine Zuchtpause von mindestens 8 Wochen eingeräumt werden. Viele Züchter „verhüten“ indem sie kurz vor der Niederkunft die Partner durch ein Trenngitter im Käfig separieren. Dies könnte jedoch eine spätere Vergesellschaftung nötig machen.

Für eine Vergesellschaftung zur Zucht, lest bitte das entsprechende Kapitel. Die sich noch fremden Partner dürfen niemals einfach zusammengesetzt werden.

   
 
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